Ukrainische Binnenvertriebene erzählen ihre Geschichte
Der Krieg in der Ukraine verschwindet aus den Nachrichten. Die viel zu spärliche Berichterstattung konzentriert sich auf Frontverläufe, Treffen auf hoher politischer Ebene, auf Geld und auf Waffen. Viel zu selten geht es um die, die im Land unter der russischen Aggression leiden, die ihr Zuhause verloren haben und allzu oft auch ihre Lieben. Sie ertragen Unmenschliches.
In einem seit 2022 laufenden Projekt in Odessa unterstützt die zivilgesellschaftliche Organisation Mission lifeline diese Menschen. Sie sind mittellos, zumeist sehr krank und hochbetagt. In diesen Jahren wurde weit über 7.000 mal an einer Wohnungstür geklingelt und jemandem eine Lifeline-Box gebracht – mit Lebensmitteln, Hygieneprodukten und vor allem mit menschlicher Wärme.
All das wollen wir in einer einzigartigen Fotoausstellung zeigen.
Die Menschen auf den Fotos haben uns Einblick in ihr Leben gegeben. Sie alle wollen, dass wir den Blick von ihrem und dem Schicksal der Ukraine nicht abwenden, dass wir sie nicht vergessen. Die Fotos der Ausstellung zeigen die Menschen dort, wo sie jetzt leben. Sie kommen aus der gesamten Ostukraine, von Charkiw über Donezk und Mariupol bis nach Cherson.
Wenn Krieg, Heimatverlust, Krankheit, Einsamkeit und Armut zusammenkommen, wird die Welt zu einem sehr, sehr kalten Ort. Jede und jeder von uns kann ein wenig Licht und Wärme in diese Welt bringen. Wer diese Fotos sieht, in dem lösen sie sicher etwas aus. Es heißt: Mitmenschlichkeit.
Veranstaltete von La liberté e.V., AG Linke Ukraine Solidarität und linXXnet
gefördert von der Stadt Leipzig
Vernissage mit Input von Mission lifeline und Rundgang am Mittwoch, 9. September 19:00, Finissage mit Film und Rundgang am 1. Oktober 19:00
