JOCH

 

Vernissage 06.06. 18 Uhr 07.06.–21.06.2026

mit Nike Kühn, Daniel Krüger, Nora Lube, Arno Selle, Jannis Weu, C.Bain

Ist das Ende der Welt überhaupt vorstellbar, oder verbleibt es durch seine Vorwegnahme durch Simulationen im Bereich des Mythischen? Unsere Vorstellungen von einem kommenden Ereignis des Endes sind geprägt von Nostalgie, historischen Schablonen und Popkultur, während wir anerkennen müssen, dass ein wirkliches Ende erst retrospektiv betrachtet werden kann. Wenn es um den Umgang mit Kontingenz geht, kommt daher der Rückgriff auf den Mythos nicht unerwartet. Denn genau dort ist das Ereignis zuhause bis es in der Gegenwart ankommt. Und genau dort können wir ansetzen: im Übergang zu etwas Nicht-Darstellbarem. In der Ausstellung begegnen sich Körper, Materialitäten und Erzählungen an den Rändern ihrer eigenen Lesbarkeit – dort, wo Tarnung, Technologie und Intimität ineinander übergehen und ununterscheidbar werden.

Daniel Krüger arbeitet mit Licht, Material und Raum um die Frage zu stellen wie, wann und ob sich Inhalte in reiner Form auflösen können, während Nike Kühn die wechselseitige Mimesis von Natur und Technologie sowie Vorstellungen des Untergangs und nostalgische Blickregime untersucht. Nora Lube beschäftigt sich mit sozialer und räumlicher Umgebung, Zeiteinschreibungen und ökonomischen Machtstrukturen.Dabei übersetzt sie diese Einflüsse in eine Material- und Formensprache, die zwischen Sicherheit, Intimität und Selbstbehauptung changiert. Arno Selle verhandelt Fassaden, intime Dysfunktionalitäten und Machtverhältnisse in offenen Narrativen, die funktionale Systeme zum Kippen bringen. In ihrer gemeinsamen Arbeit reflektieren Jannis Weu und C.Bain Pornografie als Bildmacht und öffnen Räume zwischen Mythologie und Queerness, in denen sich Körper einem ambivalenten Verhältnis von Spiel und Gewalt ausliefern. Die Ausstellung wird kuratorisch begleitet von Benno Hauswaldt.

Zeitraum: 07.06.–21.06.2026 
Freitag bis Sonntag 16–22 Uhr
Eröffnung: Samstag, der 06.06.2026

 

Joch

Nike Kühn, Daniel Krüger, Nora Lube, Arno Selle, Jannis Weu, C. Bain

Duration: June 07–June 14, 2026
Fridays to Sundays 4–10 pm
Opening: Saturday, June 06, 2026

Is the end of the world even conceivable, or does its anticipation through simulations keep it in the realm of mythology? Our ideas about an impending end are shaped by nostalgia, historical templates, and pop culture, while we must acknowledge that a true end can be viewed only retrospectively. When it comes to dealing with contingency, therefore, the recourse to myth is not unexpected. For that is precisely where the event resides until it arrives in the present. And that is precisely where we can begin: in the transition to something unrepresentable. In this exhibition, bodies, materialities, and narratives encounter one another at the edges of their own legibility—where camouflage, technology, and intimacy merge and become indistinguishable.

Daniel Krüger works with light, material, and space to explore how, when, and whether content can dissolve into its pure form while Nike Kühn examines the reciprocal mimesis of nature and technology, as well as notions of decline and nostalgic modes of seeing. Nora Lube engages with social and spatial environments, temporal inscriptions, and economic power structures. She translates these influences into a material and formal language that oscillates between security, intimacy, and self-assertion. Arno Selle explores facades, intimate dysfunctions, and power relations in open narratives that destabilize functional systems. In their collaborative work, Jannis Weu and C.Bain reflect on pornography as a form of visual power and open up spaces between mythology and queerness, in which bodies are subjected to an ambivalent relationship between play and violence. The exhibition is accompanied by the art historian and curator Benno Hauswaldt.

 

 


 


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