Martin Gross: Freunde und Fremde (Spector)

 

20.03.2026 / 18 Uhr Lesung

Ein russischer Sträfling, ein irakischer Flüchtling und ein deutscher Helfer – was verbindet, was trennt sie? Zu Beginn unseres Jahrhunderts konnte man noch glauben, Europa stehe eine Epoche
der Öffnung bevor: Vor 25 Jahren kam Putin, vor zehn Jahren kamen die Flüchtlinge. Und anfangs hieß es beide Mal: „Welcome“. Heute, ein Vierteljahrhundert später, sind wir in einer anderen
Realität angekommen. Mit Russland liegen wir auf Kollisionskurs und zu den Flüchtlingen halten
wir Abstand. Die erhoffte Annäherung der Kulturen hat ihre Verschiedenheit offenbart. Europadefiniert sich neu in Abgrenzung des Fremden vom Eigenen.
Martin Gross verfolgt die Spuren dieser Entwicklung in seiner Freundschaft mit einem russischen Weggefährten, Danil, und dem irakischen Flüchtling Sadi. Je länger die Freunde sich kennen,
desto deutlicher treten kulturelle Differenzen hervor. Das wird besonders deutlich am Verhältnis zu Frauen, aber auch zu Gewalt, Schuld und staatlichen Instanzen.
Martin Gross, geboren 1952 im Schwarzwald, ging 1970 nach West-Berlin. Ab 1981 arbeitete erals Lehrbeauftragter im Fach Germanistik und als Feuilletonist. Später dann als Koordinator für Projekte zwischen russischen, indischen und europäischen Universitäten. Heute lebt er in der
Nähe von Lüneburg.

https://www.isbn.de/buch/9783959059510/martin-gross-freunde-und-fremde


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