Benjamin Nover

 

Von der Straße in die Buchhandlung: Die Geschichte des Obdachlosen Benjamin Nover, der zum Kinderbuchautor wurde

Benjamin Nover (Projekte-Verlag) stellt dem Publikum seine Cartoon-Figuren, die Lobodots dem Leipziger Publikum vor, von denen es mittlerweile mehr als 300 gibt. Und damit verbunden seine ganz eigene Geschichte.

Seine Geschichten veröffentlichte er erstmals in der Straßengazette und erntete Erfolg dafür. „Malen kann ich überall. Ich lege mir ein Holzbrett auf die Beine und lege los“, erzählt Benjamin Nover (29), wenn er über seinen beruflichen Alltag spricht. Doch alltäglich ist im Moment gar nichts für den ehemaligen Obdachlosen und seine 20-Jährige Frau Nicole. Mal stehen die Beiden in der Fußgängerzone und versuchen ihre Bücher an den Mann zu bringen, mal tingeln sie durch die Buchhandlungen im Zuge ihrer Lese-Tour. „Alles Neuland für mich“, betont der gebürtige Niederländer mit glänzenden Augen und lässt keinen Zweifel offen, dass ihm seine Arbeit sehr viel Spaß bringt.

Obwohl Benjamin Nover und seine Frau mittlerweile in den Wintermonaten eine kleine Wohnung in Darmstadt bewohnen, sind die beiden doch lieber mit ihrem Zelt unterwegs. „Die eigenen vier Wände schränken auch die Kreativität ein.“ Und bereits damals war das harte Leben auf der Straße nicht so schlimm für den 29-Jährigen:„Ich sah mich eher als Dauercamper, nie wirklich als Obdachloser.“ Die örtliche Ungebundenheit ist für Nover also ein absoluter Vorteil in Hinblick auf sein kreatives Schaffen.

WEB: http://www.dielobodots.de/


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