RESTMETALL – post industrial noise

 

Reihe BlueScreen 26.2.11 / 20 Uhr

Mutmaßungen über gefundene Objekte: Reste von Maschinen, Teile von Geräten, Metallschrott, Produktionsabfälle, werden untersucht. Physische Aktionen mit den Objekten erzeugen Sounds und Video, die in Echtzeit transformiert werden. Die Performer benutzen dafür verschiedene Sensoren und von ihnen geschriebene live processing Software, basierend auf MAX/MSP Jitter. Der Prozess: Von den Objekten wird Ton und Bild abgenommen und digitalisiert. Die so gewonnenen Informationen werden vom Objekt unabhängig im Computernetzwerk verformt, zerschnitten, übersteuert und nonlinear verzerrt. Die Fragmente prallen aufeinander, interferieren, durchdringen und verschieben einander und werden zurück in den Raum der Performance geschickt. Performer, Objekte und Sounds verschmelzen mit den verschiedenen Schichten von Projektionen. Restmetall zeigt Sound/Videoscapes, zwischen weiten, offenen Flächen, minimalistischen Strukturen und brutalen Maschinenklängen. Polyrhythmische Figuren entstehen und zerfallen wieder, die Atmosphären wechseln zwischen Noise und Erinnerungsfeldern.

 

blackhole-factory,gegründet 1999, arbeitet an den Schnittstellen von darstellender und bildender Kunst, Musik und  Video mit digitalen Medien. Die Mitglieder sind Elke Utermöhlen, Martin Slawig und Martin Kroll. Sie leben in Braunschweig und München, Deutschland.  blackhole-factory entwickelt Performances, Installationen und Bühneneinrichtungen. Die Arbeiten der Gruppe basieren auf Recherchen und Feldforschung und erkunden Fragen zu Alltagsumgebungen, Alltagskultur und Identität. Viele Projekte zielen auf eine Vermischung von Realitäten und die Irritiation der Wahrnehmung. Uhre Entwicklung basiert auf der Nutzung von gefundenen Objekten, Fieldrecordings, Interviews, von den Künstlern entwickelten Objekten und Software.  Im Fokus der Performances liegen konkrete Handlungen, live erzeugte und bearbeitete Materialien. Dafür nutzt die Gruppe selbstgeschriebene Software, Sensoren und selbstgebaute Interfaces  zur Verknüpfung von real space und virtual space. So können sie Handlungen auf der Bühne in den elektronischen Raum transformieren und neue optische und akustische Verbindungen und Überschneidungen schaffen.

blackhole-factory arbeitet international vernetzt mit Künstlern, Wissenschaftlern und Kulturorganisationen. Die Performances und Installationen werden auf internationalen Festivals und Symposien vorgestellt. Shows in: Deutschland, Polen, Dänemark, Schweden, Schweiz, Tschechische Republik, Ukraine, Österreich, Belgien, Mazedonien, USA, Canada, Cuba, Brasilien, Israel, Palästinensische Territorien.

 

Elke Utermöhlen-Performerin, Regisseurin, Sound Artist. 1984-92 Mitbegründerin und Schauspielerin des Deutsch-Peruanischen Ensembles “Theater La Otra Orilla”. Bewegungs-Theater, damals intensiv beschäftigt mit erweitertem interkulturellen Austausch. Mitbegründerin des LOT-Theaters in Braunschweig, dort aktiv bis 2005. Initiatorin internationaler Kunst- und Kulturprojekte, Festival-Leitung.  Sie arbeitet mit live Elektronik und Computern, entwickeltRecherche-basierte und/oder ortsspezifische Performances und Installationen. Spielt improvisierte Musik: Experimentelle Stimmarbeit in Verbindung mit realtime processing Software  und found objects.Seit 2001 Regisseurin des Ensembles „TiG – Theater im Glashaus“, mit SchauspielerInnen mit geistiger Behinderung  (www.theaterglashaus.de). 2010 Festivalleiterin für „Handicap 5“, internationales Theaterfestival mit Künstlern mit Behinderung. Seit 2009 Mitglied und Mitbegründerin der Kultur-Initiative „Theater-Outlet“, ein regionaler Dachverband für freies professionelles Theater und verwandte Künste in Braunschweig.

 

Martin Slawig- Musiker, Sound- und Videokßnstler, blackhole-factory. Vordiplom in Elektrotechnik, studierte Percussion in Togo, Cuba und an der International School of Percussion in München. Bis zum Jahr 2000 Konzerte in Deutschland und Europa in den Bereichen Jazz, Latin und afrikanische Musik mit verschiedenen Bands. Autodidakt im Bereich digitale medien und Programmierung. Arbeitet mit selbstgebauten Instrumenten, Objekten, Field Recordings und Computer Software zur Echtzeitbearbeitung von Klng und Bild (max/msp Jitter, softVNS, LiSa, imagine). Entwicklung von Audio/Video Installationen, Komposition und Bühnendesign für Theater. Koregisseur von 'Theater im Glashaus', einer Gruppe von Performern mit geistiger Behinderung. Workshops an der UdK Berlin, Universität Bayreuth, School of Visual Arts Windsor, Canada, und University of Western Ontario, Canada. Internationale Performances und Ausstellungen.


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