SAFI

 

Bis vor einem Jahr war Safi als Frontfrau der Leipziger Band "Nono" zu hören. Inzwischen
ist die gebürtige Leipzigerin mit ihrem eigenen Bandprojekt auffällig geworden, seit sie -
zuerst als "Safi und 7süß", dann als "Safi" - in wechselnder Begleitbesetzung kleinere, gepflegte
Konzertbeiträge in Leipzig, Chemnitz, Berlin und umliegenden Regionen ablieferte,
und zwar an Veranstaltungsorten, die sich sehen lassen können. Hier wären unter anderem
zu nennen: Intendantenvilla des MDR in Leipzig, Liederflut in Grimma, Tom Cunningham's
Songwriters - LIVE! - in the Round - The PopKomm Edition in Berlin (wo sie mit Dirk Zöllner,
Rüdiger Bierhorst, Dirk Michaelis, Ines Paulke & Arnold Fritzsch, Toni Kater und anderen
gestandenen Künstlern zusammentraf), MDR Radio-Café aus der Schaubühne Lindenfels
in Leipzig (special guest: Axel Prahl).
Ihr Publikum überzeugt sie vor allem durch absolut stimmliche Präsenz, deren Hauptmerkmal
es ist, einen interpretatorisch-genialen Bogen vom Flüstern über Sprechgesang, über
glasklargeführte Melodiebögen, über heisere, verbraucht-anmutende Artikulationen bis hin
zum bloßen Schrei zu führen, worüber sie ihre tief gehenden, emotionalen Texte transportiert.

 

Obwohl ihre vocals immer wieder an vertrauten Stilelementen vorbei führen - hier hört
mancher eine Tamara Danz, dort eine P.J. Harvey, weiter hinten wieder eine Patty Smith
und schließlich gar eine Diamanda Galá heraus - kann man Safis klangliches Gesamtkonzept
klar einer Schublade des Rock and Roll zuordnen. Dort hat sie sich musikalisch eine
Nische geschaffen, wo sie sich wohltuend von "gängigen" Stilistiken unterscheidet und unabhängig
macht.
Safi singt, komponiert, textet und spielt. Sie versteht und performt Musik als organische
Einheit. Die Gitarrenarrangements, ein Wechselspiel zwischen dezenter Begleitung (gerne
mit offenen, weiten Akkorden) und eigenständigem Punk-Geschrabbel, verfügen über einen
sehr eigenen und unverbauten Charme, der selbst gestandene Musiker(Innen) aufhorchen
lässt.
Ihre markante Stimme leiht sie bisweilen auch freien Musik-Projekten, teilweise von völlig
"anderem" Schlage: Auf dem Sampler des "Orkus", Ausgabe April 2006, war sie als Gastsängerin
für das Projekt "Orplid" mit einem der Titel vertreten. Einen ähnlichen Beitrag lieferte
sie mit zwei Textinterpretationen für die Hermann-Hesse-Liedersammlung (2006 in
Halle/Saale erschienen), einmal für das Projekt "Bartitus" (Uwe Nolte, Andreas Arndt, Frank
Machau), den zweiten Text vertonte und interpretierte sie in Eigenregie. In naher Zukunft
dürfen sich gar die Ästheten des Computerspiels an interaktiven Begleitklängen aus ihrer
Kehle erfreuen(!) - Safi wird nämlich für die neueste Version von "RHEM", "RHEM.3" (entwickelt
von Knut Müller), vocals beisteuern.


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